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Montag, 13. Juli 2020

Hintergrundinformationen zu "Die Päpstin"

814 n. Chr. - 855 n. Chr.

Die obigen Jahreszahlen markieren Johannas angebliche Lebensdauer (enspricht der Zeitrechnung der Autorin).

Die Franken

Das Frankenreich besteht zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert n. Chr.. Der letzte fränkische König ist Karl III., der bis 888 n. Chr. herrscht. Im Jahr 814 n. Chr. stirbt Karl der Große. Sein Sohn Ludwig der Fromme folgt ihm auf den Thron. Dieser konzentriert sich auf die Einheit und die Stärkung seines Reiches. Dem steht allerdings das fränkische Prinzip, das Reich nach dem Tod des Monarchen unter allen Söhnen aufzuteilen, entgegen. Obwohl Ludwig versucht das Reich gleichmäßig unter seinen Söhnen aufzuteilen (darunter Lothar, der im Roman immer wieder eine wichtigere Rolle spielt), kommt es in den Jahren 829 - 842 zu militärischen Konflikten zwischen Ludwig und seinen Söhnen. Ludwigs Tod löste eine weitere Reihe von militärischen Konflikten unter seinen Söhnen aus, die durch den Vertrag von Verdun 843 zumindest für eine gewisse Zeitlang beigelegt werden können.

Quelle: Wikipedia

Die Legende der Päpstin

Die Grundlage für diesen Teil des Posts ist meine Vorwissenschaftliche Arbeit zum Thema „Legendenbildung am Beispiel der Päpstin Johanna und der Jungfrau Johanna von Orléans“.

Päpstin Johanna ist eine der wohl umstrittensten Figuren in der Geschichte. Dennoch geht eine sehr hohe Anziehungskraft von ihr aus. Allerdings bestreiten die meisten Historiker, dass es je eine Päpstin gegeben haben könnte.

Es gibt aber vielleicht doch Beweise für die Existenz der Päpstin. Laut der historischen Quellen stammt Johanna aus Mainz. Ihr Vater, ein Geistlicher, unterrichtet Johanna (dies wiederspricht dem Roman. Wie gesagt: Donna W. Cross wandelt mache historischen Ereignisse um). Als junge Erwachsene studiert sie, als Mann verkleidet, in Athen, wo sie einen sehr hohen Wissensstand errecht. In Rom verfügen nur wenige über eine vergleichbare Bildung. Unter dem Namen 'Johannes Anglicus' steigt sie rasch in der römischen Kurie (seit dem 11. Jhd. die Gesamtheit des Leitungs- und Verwaltungsorgan der röm.-kath. Kirche) auf. Im September 855 wird Johanna zum Papst gewählt. Während ihres Pontifikates pfelgt sie mehrere Liebschaften, eine davon folgenschwer. Sie wird schwanger. Zu ihrem Ende gibt es zwei Versionen: entweder wird Johanna in ein Kloster verbannt oder sie entbindet ihr Kind in einer Sturzgeburt während einer Prozession, woraufhin sie von der aufgebrachten Menge gelyncht wird.

Quelle: Flocken, Jan von. (2007). 858: Die Legende von der Päpstin Johanna. In: Die Welt.           Abgerufen am 15. August 2016 unter: https://www.welt.de/kultur/history/article1437918/Die Legende-von-der-Paepstin-Johanna.html.
Nach einer Recherche muss ich euch leider mitteilen, dass der Artikel offenbar gelöscht wurde.

Ich werde nun mehrere Indizien nennen, die beweisen könnten, dass es Päpstin existiert hat (da die Arbeit länger ist, kann ich diese leider nicht vollständig wiedergeben. Glaubt mir, der Post wäre sonst sehr sehr lange.)
  • 'Sedes stercoraria': Ein Stuhl, der in der Mitte ein Öffnung hat. Nach 858 (ein Jahr nach dem angeblichen Tod der Päpstin) wird ein Ritual im Rahmen der Papst-Wahl eingeführt, bei dem es darum geht die Männlichkeit des Kandidaten zu überprüfen. Der neu gewählte Päpst muss auf dem Stuhl Platz nehmen. Ein Priester führt die Kontrolle durch und ruft dann 'Habet' was 'Er hat.' auf Latein bedeutet. Erst danach ist die Wahl gültig. Ignaz von Döllinger (einer der herausragensten Historiker, was die Kirchengeschichte im 19. Jahrhundert angeht) wiederspricht dem allerdings. Laut ihm war es die Phantasie des römischen Volkes die dieses Ritual missverstanden hat. Mit dem Ritual soll man sich eigentlich an eine Bibelstelle erinnern.
  • 'Vicus papessa': die Straße, in der Johanna angeblich niedergekommen ist. Bei Prozessionen wurde dieser Ort auf einmal vermieden. Angeblich soll einst ein Denkmal an Johanna erinnert haben (einer der prominentesten Zeugen ist Martin Luther).
  • prominente Kirchenvertreter, wie Martin von Troppau (lebt im 13. Jahrhundert), glauben an eine Existenz der Päpstin. Von Troppau verfasst die 'Chronik der Päpste und Kaiser'. Laut ihm ist die Wahl sogar einstimmig ausgefallen. Die Folge: fast 3. Jahrhundert lang gilt Johannas Existenz als bewiesen.
Angenommen, Johanna hat tatsächlich gelebt, wäre es ein leichtes gewesen sie aus der Geschichte zu löschen. Sie lebte im tiefsten Mittelalter, dem sogenannten 'saeculum obscurum', also dem dunklen Loch der Geschichte. Auch Historiker können in diesem Zeitabschnitt kein Licht in die Papstfolge bringen. Dazu sollte man auch beachten, dass gebildetet Frauen verteufelt wurden. Nach einer Geburt galt die Frau 30 Tage - im Falles eines Jungen, die doppelte Zeit, wenn es ein Mädchen war als unrein. Frauen, so glaubte man zumindest, hat weniger Intellekt als Männer. Unter diesen Umständen ist es also durchaus vorstellbar, dass eine Frau in eine Männerrolle schlüpft.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=nJdfNPtX-3E&t=78s
            Kerner, Max / Herbers, Klaus. (2010). Die Päpstin Johanna: Biographie einer Legende.                        Köln/Weimar/Wien.

Montag, 25. Mai 2020

Die Titanic

Das Schiff
Die Titanic
Quelle: Wikipedia
In den Jahren vor dem 1. Weltkrieg dominiert eine scharfer Wettbewerb unter den Reedereien. Im Prinzip geht es damals um das Blaue Band, eine Auszeichung, die das schnellste Passagierschiff auf der Transatlantikroute bekommt. Im Jahr 1907 stellt die Cunnard Line zwei Schiffe, die Lusitania und die Mauretania, welche das Blaue Band 22 Jahre lang innehat. Die beiden Schiffe sind mit 21. 500 Bruttoregistertonnen (BRT), eine veraltete Schiffsmaßeinheit, die größten der Welt. Ebenfalls im Jahr 1907 beginnt Joseph Bruce Ismay, Geschäftsführer der White Star Line, zusammen mit Lord William Pirrie, Direktor der Schiffswerft Harland & Wolff, die Planung für den Bau von drei großen Passagierschiffen. Ismay und Pirrie entscheiden sich dabei für eine Größe von 45. 000 BRT, ein bis dahin unerreichtes Maß. Das konkrete Design liefern Thomas Andrews, Alexander Carlisle und Edward Wildling. Die Namen der drei Schwesternschiffe sind Olympic, Britannic und Titanic. Alle drei Schiffe gehören der Olympic-Klasse an. Bei den drei Schiffen wird vor allem auf den Luxus in der 1. Klasse geachtet. Während die Ausstattung der 2. Klasse dem der 1. Klasse auf älteren Passagierschiffen nahe kommt, ist auch die 3. Klasse komfortabler als man es bisher gewohnt ist.

Quelle: Wikipedia

Noch ein paar Fakten ehe wir zur Jungfernfahrt kommen:

Bestellung: 1. August 1908
Kiellegung: 31. März 1909
Stapellauf: 31. Mai 1911
Indienststellung: 2. April 1912

Quelle: Wikipedia

Die Jungfernfahrt

Die Titanic verlässt am 2. April 1912 die Werft Harland & Wolff
Quelle: Wikipedia
Die Jungfernfahrt der Titanic soll das Prestige der White Star Line fördern und gleichzeitig für die Britannic werben, die zu dieser Zeit noch nicht fertiggestellt ist. Auf das Schiff gehen mehrere berühmte Persönlichkeiten, wie Isidor Straus und seine Frau Ida, John Jacob Astor IV mit seiner Frau Madeleine und Benjamin Guggenheim. Auch Joseph Bruce Ismay, Chef der White Star Line, und Thomas Andrews, Chefkonstrukteur des Schiffes, sind auf der Titanic. Neben den bereits aufgezählten Personen haben noch mehr als 1.300 weitere Personen eine Passage auf der Titanic gebucht. Zählt man die Besatzung mit befinden sich auf dem Schiff circa 2224 Menschen.
Das Schiff steht unter dem Kommando von Kapitän Edward J.
Die Route der Titanic (der Stern markiert den Ort des Untergangs)
Quelle: Wikipedia
Smith, für den es die letzte Reise vor der Pension sein sollte. 
Am 10. April 1912 verlässt die Titanic Southampton. Bevor sie Richtung Amerika fährt, macht sie sowohl einen Halt in Cherbourg als auch in Queenstown (heutiger Name: Cobh). Am 17. April 1912 soll die Titanic in New York ankommen, die Rückkehr ist für den 20. April vorgesehen.
Die Titanic erhält immer wieder Eisbergwarnungen. Aber nicht alle Eisbergwarnungen werden an die Brücke weitergeleitet. Am Abend des 14. April 1912 gerät die Titanic in ein großes Treibeisfeld.

Quelle: Wikipedia

Der Untergang

Am 14. April 1912 gegen 23:40 entdeckt der Ausguck Frederick Fleet den Eisberg und läutet dreimal die Alarmglocke. Zusätzlich ruft er die Brücke an, um die dort befindlichen Offizieren zu alarmieren. Obowohl sofort reagiert wird, ist es zu spät. Die Titanic kollidiert seitlich mit dem Eisberg. Mehr als 31. 000 Tonnen Wasser werden in den folgenden Stunden in die Titanic eindringen. Edward J. Smith und Thomas Andrews inspizieren den Schaden, wobei Andrews einen raschen Untergang voraussieht. Um 0:14 erteilt Smith den Funkern, Jack Philips und Harold Bride den Befehl Notrufe an andere Schiffe zu versenden. Auf einen dieser Notrufe antwortet die Carpathia (die zu diesem Zeitpunkt circa 4 Stunden entfernt ist). Mehrere Besatzungsmitglieder machen in der Ferne ein Schiff aus. Sie versuchen dieses mittels Seenotraketen zu erreichen, keine Antwort. Obwohl der Kapitän schon um 0:05 die Evakuierung angeordnet hat, werden die ersten Rettungsboote erst ab 0:45 abgefiert. Von den vorhanden 1. 178 Rettungsbooten (immer noch zu wenig für ein Schiff dieser Größe) werden nur 705 genutzt. Diese werden nur bis zur Hälfte mit Passagieren besetzt. 
Die sinkende Titanic
Quelle: Wikipedia
Die Evakuierung verlief nach dem Motto "Frauen und Kinder zuerst", allerdings wird dieses auf den Seiten des Schiffes unterschiedlich ausgelegt. Während William M. Murdoch, Erster Offizier der Titanic auch Männer einsteigen lässt, handelt Charles Lightoller, Zweiter Offizier, eher nach dem Motto Männer auf keinen Fall (als Mann gilt man 1912 allerdings schon mit 14 Jahren). Viele der an Bord befindlichen Personen wähnen sich auf der Titanic sicherer als in einem Rettungsboot. Möglicherweise tragen die Musiker dazu bei, dass auf der Titanic keine Panik ausbricht.
Um circa 2:18 versinkt die Titanic im Atlantik. Mindestens 1514 Menschen sterben. Nur 710 Passagiere können gerettet werden. Die Carpathia nimmt jene Menschen auf und bringt diese nach New York.

Quelle: Wikipedia

An dieser Stelle würde ich gerne den Menschen gedenken die aufgrund des Untergangs ihr Leben verloren. Aus diesem Grund werde ich davon Abstand nehmen verstorbene Passagiere aufzuzählen, ich will niemanden hervorheben. Jeder dieser Menschen war wichtig.

Die Folgen des Untergangs

Als am 24. April 1912 die Olympic auslaufen sollte, streiken die Heizer solange bis genügend Rettungsboote vorhanden sind. Der Schock, den der Untergang der Titanic auslöste, führt zur ersten SOLAS-Koferenz am 12. November 1913. Für Alexander Brahms ist der Untergang Anlass zur Entwicklung eines Dektoren für Eisberge. Allerdings erreicht er dieses Ziel nicht. Seine Forschungen sind jedoch der Augangspunkt für die Entwicklung des Echolots.

Quelle: Wikipedia

Die Schuldfrage

Vom 19. bis 25. April1912 werden mehr als 82 Zeugen vor einem Komitee des amerikanischen Senats befragt. Eine zusätzliche Untersuchung wird von den Briten eingeleitet, diese dauert vom 2. Mai bis zum 3. Juli 1912. Drei Personen werden besonder verantwortlich für die Katastrophe gemacht: Edward J. Smith (Kapitän der Titanic), Stanley Lord (Kapitän der Californian) und William M. Murdoch (Erster Offizier der Titanic).
Während der Untersuchung stellt sich heraus, dass die Titanic durch gefährliche Gewässer gefahren ist, dass zu wenig Rettungsboote an Bord waren und, dass ein anderes Schiff in der Nähe war und der Titanic nicht zur Hilfe gekommen ist. Bei diesem Schiff soll es sich um die Californian gehandelt haben. Allerdings ist es bis heute umstritten, dass die Lichter die die Menschen an Bord der Titanic gesehen haben, tatsächlich zur Californian gehört haben. Grund dafür ist, dass sich die genaue Positionsangabe der Californian nicht ermitteln lässt sowie, dass die Zeugenaussagen wiedersprüchlich sind. Einig sind sich alle Zeugen jedoch darin, dass ein Schiff in südlicher Richtung zu sehen war. Allerdings hielten es wenige für ein großes Passagierschiff. Das Schiff blieb noch vor Mitternacht stehen und schien dann um circa 2:00 Richtung Südwesten zu verschwinden.
Die Californian
Quelle: Wikipedia
Es wurden Raketen über dem mysteriösen Schiff beobachtet. Das Schiff schien so nahe zu sein, dass der Kapitän der Californian befahl mittels Morselampe Kontakt herzustellen. Der Versuch blieb allerdings erfolglos. Des Weiteren glaubte der Kapitän, dass das andere Schiff keinen Funk hat (bei kleineren Schiffen war es damals durchaus üblich ohne Funk unterwegs zu sein). Er sah daher keine Notwendigkeit seinen Funker zu wecken.

Es gibt also zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass das mysteriöse Schiff tatsächlich die Titanic war, somit hätte sich der Kapitän der Californian der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht. Möglichkeit 2: es befand sich noch ein drittes, unidentifziertes Schiff zwischen der Californian und der Titanic. Angesichts der nachfolgenden Ereignisse rund um die Titanic wäre es plausibel, wenn die Besatzung sich nie gemeldet hat.


Quelle: Wikipedia

Weiterführende Links: Encylopedia Titanica
                                     Titanic Facts

Sonntag, 10. Mai 2020

Eine kurze Geschichte der Romanows - Hintergrundinformationen zu "Herrin des Winterpalasts"

Heute mal ein etwas anderer Beitrag. Ursprünglich hatte ich geplant die Rezension von "Herrin des Winterpalasts" mit diesem Beitrag zu koppeln. Da er jedoch länger geworden ist, habe ich beschlossen ihn getrennt hochzuladen. Die Rezension wird jedoch bald folgen. Der Beitrag zu den Hintergrundinformationen wird dann noch einmal in der Rezension verlinkt werden.


Zunächst würde ich euch gerne ein paar allgemeine Informationen zu den Romanows geben.

Das Haus Romanow-Holstein-Gottorp ist die letzte der drei Dynastien (1. Dynastie: Rurikiden, 2. Dynastie: Romanow) aus der die russischen Zaren hervorgingen. Stammvater dieses Hauses ist Karl-Friedrich von Holstein Gottorp, der mit Anna Petrowna verheiratet war. Die gemeinsamen Töchter Elisabeth und Anna sind die letzten Romanows. Elisabeths Sohn Peter III. (verheiratet mit Katharina der Großen) folgte seiner Mutter auf den Thron.

Quelle: Wikipedia

Eine kurze Biographie von Marija Fjordorowna, geborene Dagmar von Dänemark   

Dagmar von Dänemärk, kurz Minnie, wird am  26. November 1847 als viertältestes Kind und zweite Tochter von Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Louise von Hessen auf Schloss Amalienborg in Kopenhagen geboren. Dagmars Vater wird 1853 Thronfolger und 1863 König von Dänemark. Durch ihre Geschwister ist sie mit zahlreichen anderen, europäischen, Königshäusern verwandt. Beispielsweise ist sie durch ihre Schwester Alexandra, die den Sohn von Königin Victoria heiratet, mit dem britischen Königshaus verwandt.
Sie heiratet am 9. November 1866 in St. Petersburg Alexander III.. Vorher muss sie allerdings zum orthodoxen Glauben konvertieren und auch einen neuen Namen, Marija Fjordorowna, annehmen. Minnie war vorher mit Alexanders älterem Bruder Nikolai verlobt. Doch dieser erkrankt schwer und verstirbt schließlich. Minnies ältester Sohn Nikolai wird später der letzte Zar Russlands. Am 13. Mai 1881 wird sie, dadurch, dass ihr Schwiegervater bei einem Attentat um sein Leben kommt, die Zarin von Russland. Es folgen noch fünf weitere Kinder.
Minnie mischt sich generell nicht in politische Angelegenheiten ein. Eine Ausnahme macht sie während des 1. Weltkriegs. Sie demonstriert ihre heftige Abneigung gegen Deutschland auch nach außen hin, was zur Problemen innerhalb der Familie führt, weil die Ehefrau, Alexandra von Hessen-Darmstadt, ihres ältesten Sohnes eine gebürtige Deutsche ist.
Nach Ausbruch des Russischen Bürgerkriegs wird Minnie, aufgrund der dringenden Bitte ihrer Schwester Alexandra in Sicherheit gebracht. Sie kehrt über England nach Dänemark zurück. Von dort aus lässt sie den Weißarmisten Nikolai Alexejewitsch Sokolow Nachforschungen über ihren Sohn Nikolai nach der Oktoberrevolution 1917 anstellen. Obowohl Sokolow 1924 zum Schluss kommt, dass der Zar tot ist, glaubt Minnie bis zu ihrem Tod fest daran, dass Nikolai noch am Leben ist.

Quelle: Wikipedia

Die Oktoberrevolution 1917

Als Oktoberrevolution wird die gewaltsame Machtübernahme der Bolschewisten am 25. Oktober 1917 bezeichnet. Die aus der Februarrevolution hervorgegangen sozialistisch-liberale provisorische Regierung unter Alexander Kerenski und der Petrograder Sowjets wird beseitigt. Dies führt zu einem Bürgerkrieg, der erst 1922 endet. Die Februarrevolution bewirkt hingegen, dass Zar Nikolaus II. abdankt, was das Ende der russischen Monarchie bedeutet.

Quelle: Wikipedia

Der Zarenmord

Am 9. März 1917 kehrt Nikolaus II., nach seiner Abdankung, mit seiner Frau Alexandra und seinen Kindern nach Zarskoje Selo zurück. Die gesamte Familie wird im Alexanderpalast unter Hausarrest gestellt. Allerdings hatte die Familie zunächst nur an wenigen Entbehrungen zu leiden. Die Regeln des Hausarrests werden immer mehr verschärft. 
Mitte August 1917 wird Alexander Kerenski immer besorgter um die zaristische Familie, aufgrund der Tatsache, dass die Bolschwisten immer wieder versucht hatten gewaltsam in den Alexanderpalast einzudringen. Ursprünglich soll die Familie in England aufgenommen werden. Doch Nikolaus Cousin Georg V. von Großbritannien zieht sein Angebot zurück. Er fürchtet, dass es auch in Großbritannien zur Revolution kommen könnte, wenn er die unbeliebte, zaristische Familie aufnimmt. Schließlich wird die gesamte Familie des Zaren nach Tobolsk gebracht. 
Der Sturz der Regierung Kerenskis bringt einschneidende Veränderungen für die Zarenfamilie mit sich. Die Bolschwisten planen ursprünglich Nikolaus II. vor ein Schaugericht zu stellen, sehen dann aber davon ab.
Die Familie wird erneut verlegt, dieses Mal nach Jekaterinburg, was sich zunächst allerdings schwierig gestaltet. Alexej, der einzige Sohn des Zarenpaares, leidet an einem erneuten Ausbruch seiner Hämophilie. Schlussendlich teilt sich die Familie auf, der zweite Teil trifft am 23. Mai in Jekaterinburg ein. Sie werden im Ipatjew Haus, auch als Haus zur besonderen Verwendung bekannt, einquartiert.
Am 4. Juli 1918 übernimmt die Tscheka, eine Art Geheimdienst, aus Jekaterinburg, geleitet von Jakow Jurowski ,die Bewachung der Romanows. Jurowski wird mit der Erschießung der zaristischen Familie beauftragt. In der Nacht von 16. auf 17. Juli 1918 geht Jurowski zum Leibarzt der Familie, Jewgeni Botkin, und weist ihn an die Familie aufzuwecken. Der Zarenfamilie wird gesagt, dass es zu einem Schusswechsel zwischen der Weißen Armee, die Jekaterinburg eingekesselt hat, und den Bolschewisten kommen kann, weswegen sie in den Keller müssen. Dort wird der Familie eröffnet, dass ihre Hinrichtung befohlen wurde. 
Obwohl Gerüchte aufkommen, dass eines der Kinder, Anastasia, überlebt hat, wird die gesamte Familie in jener Nacht erschossen,

Quelle: Wikipedia